Mietrecht

Das Mietrecht ist in jedem Land unterschiedlich geregelt. Da roomtake eine Vermittlungsplattform für WG-Zimmer in der Schweiz darstellt, befassen sich die Ausführungen in diesem Abschnitt nur mit dem Schweizer Mietrecht.

Dieses ist im Schweizer Obligationenrecht (OR) ab Art. 253 ff geregelt. Mittels Klick auf den folgenden Link können sämtliche Gesetzesartikel im Zusammenhang mit dem Mietrecht aufgerufen werden:

Mietrecht Obligationenrecht

In den allgmeinen Bestimmungen werden dabei auch die Rechte und Pflichten der Vermieter und Mieter festgehalten. Die wichtigste Pflicht für Mieter von WG-Zimmern ist dabei die Entrichtung des Mietzinses sowie die Zahlung der Heiz- und Nebenkosten. Der Mietzins ist monatlich zu begleichen. Sollte der Mieter in Zahlungsverzug geraten, so kann der Vermieter eine weitere Zahlungsfrist von 30 Tagen einräumen. Bezahlt der Mieter auch nach dieser Frist den Mietzins nicht, so kann ihm das Mietverhältnis gekündigt werden. 

Um das Risiko eines finanziellen Schadens auf Seiten des Vermieters zu verringern, werden typischerweise Sicherheiten vom Mieter eingefordert. Dieser muss bis zu drei Monatzinsen auf einem Mietkautionskonto hinterlegen, welches nur bei beidseitiger Zustimmung oder alternativ bei einem gültigen Rechtsurteil von der Bank aufgelöst werden kann. Die Sicherheit dient dem Vermieter auch bei unsorgfältiger Benützung der Wohnräumlichkeiten sowie bei übermässiger Abnutzung. Denn jeder Mieter hat eine Sorgfaltspflicht. Werden Mängel festgestellt, hat der Mieter dem Vermieter diese unverzüglich zu melden und muss die Beseitung der Mängel dulden. Werden diese aber nicht innert angemessener Frist beseitigt, hat der Mieter das Recht, das Mietverhältnis zu künden. Davon ausgenommen sind kleine Mängel, welche vom Mieter selber ausgebessert werden müssen. Für Veränderungen und Erneuerungen am gemieteten Objekt braucht der Mieter im Allgemeinen das Einverständnis des Mieters. 

Mietet ein WG-Bewohner eine Wohnung und will einzelne Zimmer an weitere Bewohner vermieten, so fällt dies unter die sogenannte Untermiete. Als Mieter hat man den Vermieter über diese Konditionen des Vertrages der Untermiete zu unterrichten. Der Vermieter kann eine Untermiete nur verweigern, wenn sich diese Konditionen als missbräuchlich herausstellen, er über die Untermiete nicht informiert wird oder ihm dadurch Nachteile entstehen.

Bei einem befristeten Mietverhältnis endet dieses auf den festgelegten Zeitpunkt. Bei unbefristeten Verträgen sind die Kündigungsfristen zu beachten. Die typische Kündigungsfrist für Wohnungen beträgt dabei drei Monate, bei möblierten Zimmern zwei Wochen bis ein Monat. Ausserordentliche Gründe für Kündigungen sind im Obligationenrecht geregelt.